Hauptübung 2018

Am Samstag, den 06.10.18 gegen 17:10 Uhr wurden die Feuerwehr Deggingen mit beiden Löschzügen, sowie die Johanniter aus Reichenbach zu einer starken Rauchentwicklung mit vermissten Personen zu der Firma Kuris in Reichenbach alarmiert.


Nach kurzer Zeit trafen das LF10 aus Reichenbach und das HLF 20 aus Deggingen am Brandobjekt ein. Kurze Zeit später waren auch das LF 8/6 und die beiden MTW am Einsatzort.
Die Feuerwehr Deggingen ging mit 4 Trupps unter Atemschutzgerät und Löschrohren zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Die Trupps konnten so 5 vermisste Personen retten. Die Besatzung des LF 8/6 baute ein Wasserversorgung aus dem nahe gelegenen Mühlbach auf und stellte eine 4-teilige Steckleiter zur Menschenrettung. Die Besatzung des LF10 stellte eine Schiebeleiter, die ebenfalls zur Menschenrettung genutzt wurde. Nach ca. 1h konnte Feuer aus und alle Personen als gerettet gemeldet werden.


Zum Glück war dies alles nur Teil der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Deggingen, welche dieses Jahr von den Kameraden des Löschzuges Reichenbach organisiert wurde. Ein herzliches Dankeschön geht an die Firma Kuris für die Bereitstellung des Übungsobjekt, den Kameraden welche die Übung organisierten, den Johannitern für ihre Beteiligung an der Übung, sowie die Zahlreichen Zuschauer.

Rückblick Lehrfahrt Gesamtwehr

Die Feuerwehr Deggingen war am vergangenen Wochenende unterwegs nach Bamberg. Dort angekommen, wurde die Weltkulturerbe-Stadt durch eine interessante Führung den Reisenden näher gebracht. Mit seinen rund 40 Klöstern und Kirchen und dem gut erhaltenen, mittelalterlichen Stadtzentrum, bot Bamberg hierfür zahlreiche Anlaufstellen.
Am Abend wurden die Feuerwehrmitglieder mit ihren Partnern von zwei Musikanten im Hotel unterhalten.

Die Teilnehmer der Lehrfahrt

Für den Sonntag standen der Besuch der Heiligen Messe im Bamberger Dom und eine Rundfahrt auf der Regnitz auf dem Programm. Nach dem Mittagessen in der historischen Altstadt, ging die Reise weiter zum Baumwipfelpfad in Ebrach im Steigerwald. Dort gab es neben dem ungewohnten Blick auf die Waldlandschaft auch ein Wildgehege mit Rot- & Rehwild zu bestaunen.
Am Sonntagabend kamen alle Kameraden wieder wohlbehalten und mit zahlreichen schönen Erinnerungen zurück in die Heimat.
Während der Abwesenheit stellte die Feuerwehr Bad Ditzenbach gemeinsam mit den verbleibenden Degginger Kräften die Einsatzbereitschaft sicher.

Sonderübung beim THW Geislingen

Am Dienstag, dem 25.09.2018 wurde die Einsatzabteilung der Feuerwehr Deggingen für einen Übungsdienst zum Thema „Hochwasserschutz – Sandsack Verbau“ zum THW Geislingen eingeladen. Zu Beginn des Übungsabends wurden wir durch den Zugführer des THW Geislingen begrüßt.

Nach einer kleinen Theoretischen Einweisung zum Thema, in der die verschiedenen Sandsackarten, sowie Verbauvarianten behandelt wurden, konnte das dort erlangte Wissen in die Praxis umgesetzt werden. Bei dem ersten Übungsteil wurde die richtige Dammverteidigung mit einer ausreichenden Entwässerung des Dammes beübt. Die zweite Übung zeigte den Aufbau und Funktion einer Sandsackkaskade. Mit Hilfe solcher Kaskaden könnten Gebäudeteile oder größere Flächen, bei denen Wasser über Schächte nachdrückt, trotzdem über den einsatz von Pumpen trocken gelegt werden. Zuletzt wurde das Errichten eines Notdammes aus Sandsäcke geübt. Nach einem kurzen Ausblick auf weitere Möglichkeiten des  Hochwasserschutzes, wie den Verbau von Paletten, konnte der Übungsabend beendet werden.
Wir möchten uns für den Informativen und lehrreichen Abend, sowie die Möglichkeit des Übungsbesuches herzlich beim THW Geislingen bedanken.

Besichtigung der Netzleitstelle und Umspannwerkes

Am Montagabend durften rund 30 Kameraden der Feuerwehr Deggingen bei ihrer ersten Übung nach der Sommerpause das Umspannwerk und die Netzleitstelle des Albwerks Geislingen besichtigen. Im Umspannwerk Eybacher Tal erklärte Herr Eisele die Funktionsweise des Umspannwerkes und die Verteilung des Stromes in die einzelnen Ortschaften. Denn im Umspannwerk wird der Strom von 110 kV auf 20 kV, in den Ortschaften in weiteren Transformatoren auf 400 V für den Endverbrauch transformiert. Er ging auch auf die Problematik ein, die die Einspeisung der erneuerbaren Energien mit sich bringt, da diese nicht gleichmäßig Strom produzieren können. Ebenfalls erläuterte Herr Eisele die Herausforderung ein stabiles Stromnetz zur Verfügung zu stellen um den erhöhten Energiebedarf zu decken. Ein Highlight der Besichtigung war eine Schaltung im Umspannwerk.

Durch eine kleine Präsentation wurde in der Netzleitstelle die Aufgaben und Funktionsweise dieser erläutert. Durch Schaltsysteme kann hier jeder Stromkreis einzeln kontrolliert und die Einspeisung der regenerativen Energieerzeuger kontrolliert werden. Hierbei ging Herr Eisele auf die Gefahren für die Feuerwehr bei einem Brandfall ein, die durch Niederspannungsleitungen und Photovoltaikanlagen entstehen. Auch zeigte er durch Diagramme nochmals die Problematik der Stromerzeugung auf.

Die sehr informative Führung wurde bei einem Vesper und Gesprächen gemütlich beendet.

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich beim Albwerk Geislingen und speziell Herrn Eisele für die Betriebsbesichtigung bedanken.